Paar Fotos von der wunderschönen Hostalanlage und der dabei liegenden Umgebung.
Die Hundis durften immer bei den Wanderungen mit, so ein Leben möchte ich auch haben...
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| Weg zu dem Wasserfall |
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| Theresa und ich vor dem Wasserfall |
Tag 2: Wir haben eine 6 stündige Wanderung, auf einen Berg namens Pasechoa, gemacht. Da wir uns auf einer Höhe von 4500 Metern befunden haben, und ich irgendwie unglaubliche Schwierigkeiten mit der Höhe habe, ist mir die Wanderung wirklich schwer gefallen. Ich musste mich des Öfteren hinsetzen, hatte Schweißausbrüche und Schwindelgefühl. Dennoch habe ich die Route durchgezogen, glücklicherweise, denn der Ausblick von dem Gipfel war atemberaubend.

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| Theresa und ich oben auf dem Pasechoa |
Tag 3: Wir sind auf den Cotopaxi aufgestiegen, obwohl der Vulkan noch mehr oder weniger aktiv ist, ist es erlaubt bis zu einer Höhe von 5000 Metern zu wandern (Cotopaxi 5897 m; zweithöchster Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde). Wir wurden auf 4800 Meter mit einem Truck hochgefahren, und von da sind wir die restlichen 200 Höhenmeter hoch gewandert; auch wenn der Weg nur knapp 1 km war, brauchten wir 30-40 Minuten. Trotz der Höhe, ist mir dieser Aufstieg viel leichter gefallen, als der von dem Tag zuvor. Neben der Anstrengung hatten wir auch unheimlich Glück, denn nachdem wir oben ankamen hat sich die vorher da gewesene Nebelschicht aufgelöst und hat uns diese wunderbare Aussicht geschenkt:
Den Cotopaxi nach unten sind wir mit Mountainbikes gefahren, was auch wirklich anstrengend war vor allem weil ich mit meinem Fahrrad nicht schalten konnte. Der kleine Adrenalinkick war nur ein Bonus zur schönen Aussicht auf den Vulkan:

Unser nächstes Reiseziel war Mindo, ein kleines Örtchen neben vielen Wasserfällen und einem Nebelwald. Die Weiterreise von Secret Garden nach Mindo gestaltete sich wirklich kompliziert, da ab Quito keine Busse mehr nach Mindo fuhren... Deshalb haben wir dann zu 4 ein Taxi nach Mindo geteilt (mit einer Neuseeländerin, die wir auf dem Weg vom Cotopaxi kennengelernt haben - Emma). Die Taxifahrt war unheimlich amüsant, da unser Taxifahrer einfach ein unglaublich netter und witziger Kerl war. Zunächst hat er uns durch halb Quito gefahren, damit wir Geld abheben können und danach noch 2 Stunden nach Mindo. Ich habe mich die ganze Fahrt mit ihm unterhalten, und er hat mir viele wirklich interessante Geschichten aus seiner polizisten Vergangenheit erzählt. War eine wirklich schöne Zufallsbekanntschaft. Mindo an sich hatte seinen eigenen Charme, aber dennoch war das Städtchen unheimlich überteuert und touristisch ausgelegt. Hier ein Eindruck von der wunderschönen umliegenden Natur.
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| Einer von den vielen umliegenden Wasserfällen in dessen eiskalten Wasser man baden konnte |
Nach Mindo sind wir weiter an die Küste, nach Canoa, gefahren. Diese Stadt ist sehr lebendig und auch sehr alternativ mit ganz vielen Surfern und Surfschulen. Am ersten Tag dachten wir drei, dass wir mal an den Strand gehen um die Sonne und das Meer zu genießen - ein fataler Fehler. Wir hatten nämlich den schlimmsten Sonnenbrand den man sich vorstellen kann als Andenken erhalten... Drei Geschichten zu drei Sonnenbränden:
1. Theresa - hat sich sehr gewissenhaft eingecremt (ist ja auch mit Abstand die weißeste von uns drei), hat jedoch ihre Füße vergessen... Nach 1,5 Stunden war sie so schlau ins Hostal zu gehen. Dennoch rot, röter, Theresas Füße; sie konnte die nächsten Tage kaum auftreten und keine Schuhe tragen - sogar Schmerztabletten musste sie nehmen...
2. Lili - cremte sich zwar ein, aber nur so grob und halt irgendwie; aus diesem Grund waren ihre Schultern, ihr Dekoltè und ihr Bauch fleckig angebrannt - so dass sie ihren Rucksack nicht tragen konnte. Dennoch war sie schlauer als ich, und ist 1 Stunde nach Theresa wieder zum Hostal zurück gelaufen.
3. Esther - dachte sich "in Ungarn habe ich mich fast nie eingecremt und hatte nie einen Sonnenbrand - also reicht es wenn ich mein Gesicht und meine Schulter eincreme...". Das war leider nicht wirklich klug, denn ihr ganzer unterer Bauch war angebrannt, so dass sie nicht laufen, sitzen oder sich bewegen konnte. Sie lag leider wegen ihres guten Buches auch 3,5 Stunden in der Sonne... Sie ist später sogar zum Arzt gegangen, als es sich nach 1,5 Wochen nicht verbessert hat und er meinte es sei eine Verbrennung von mehreren Hautschichten, deshalb kam auch noch mehr verbrannte Haut zum Vorschein nachdem es sich gepellt hat. Der Sonnenbrand war ungefähr 3 Wochen noch zu sehen... In diesen Tagen sah Esther wie ein Krebs aus, und konnte sich leider nicht mehr im Bikini zeigen ohne Aufsehen zu erregen...
Insgesamt hat der Sonnenbrand bei jeder einen Strich durch die tollen Planungen gemacht. Ich zum Beispiel wollte unbedingt surfen lernen, was ich leider mit meinem Bauch nicht zu Stande gebracht habe... Außerdem war unser Silvester mehr oder weniger ein Flop. Wir haben bis 12 abgewartet, haben gesehen wie die Muñecas verbrannt wurden (Puppen - steht symbolisch für einen selber und durch das Verbrennen, verfliegen die eigenen negativen Eigenschaften und Gedanken). Haben noch das Feuerwerk angeschaut und dann sind wir ungefähr um halb 1 schlafen gegangen, weil es von den Schmerzen her einfach nicht mehr ging...
Nach Canoa bin ich alleine weitergereist, da bei mir die Arbeit 5 Tage später los ging als bei meinen Mitbewohnerinnen. Ich bin zunächst eine Nacht in Manta, eine Stadt 2 Stunden südlich von Canoa, geblieben, dessen Stadtwahrzeichen ein riesiger unglaublich hässlicher Thunfisch ist.
Die Stadt an sich war ganz nett, dennoch ist sie einer der Hauptvertrieblern von verpacktem Fisch und Meeresfrüchten, was zur Folge hatte dass die ganze Stadt eine Duftnote einer Fischfabrik hatte. Mmmmm.
In dem Gebiet von Manta war vor ungefähr einem Jahr das schwerwiegende Erdbeben, aus diesem Grund sieht die Stadt noch etwas bedürftig aus. Ich habe mich viel mit den Hostalbesitzern unterhalten, und super interessante Gespräche mit ihnen gehabt; auch über ihr Leben und den Schwierigkeiten mit denen sie tag täglich leben müssen. Sie waren unglaublich lieb zu mir; sie haben mir nämlich einen Ventilator und WLAN zur Verfügung gestellt, obwohl das nicht in den 6 USD pro Nacht inbegriffen war... In diesem Zusammenhang ist es mir das erste mal so wirklich aufgefallen, wie viel Zuneigung man nur durch Nettigkeit und Interesse erhalten kann! Das war mir aus Deutschland nicht so bewusst...

Am darauf-folgenden Morgen, habe ich einen Tagesausflug von Manta aus nach Montecristi gemacht.
Eine kleine Handarbeitsstadt in der nähe von Manta. Hier werden ganz viele Panamahüte (die Original aus Ecuador stammen!!) und ganz viel Schmuck aus Paja (feinem Stroh) hergestellt - es war wirklich eine sehr süße und schnucklige Stadt und hat sich für den Vormittag wirklich gelohnt!
Meine Weiterreise führte mich erneut nach Montañita, in die kleine Surfer-/Partystadt, aber diesmal reizte mich der nahgelegener tropischer Wald mit vielen Wildtieren. Ich habe während meiner Wanderung Affen, Schlangen, Tucane, Colibris und noch ganz viele unterschiedliche Tiere in ihrer freien Wildbahn gesehen, was für mich neu war, da ich bisher exotische Tiere fast nur im Zoo gesehen habe. Der Guide hat mir darüberhinaus noch ganz viel über, die von den einheimischen genutzten, Medizinpflanzen erzählt.
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| Sonnenuntergang in Montañita |










