Mittwoch, 14. September 2016

EEK unterwegs

 14.09.2016 21:27

Neue Beobachtungen:
1. Busfahrplan - Existiert einfach nicht. Keine Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel; nicht mal für Langstreckenbusse... Die fahren meistens nicht mal am Busterminal ab, aber wo das weiß niemand so genau! Wie soll man sich denn hier als Ausländer zu recht finden??
2. Hilfsbereitschaft - Die Einwohner sind hier sehr hilfsbereit gegenüber Ausländern, vor allem wenn man nach dem Weg fragt, ob es dann stimmt ist die andere Frage, aber wenigstens möchten sie einen helfen. (Habe mich nicht einmal erneut erkundigen müssen...)
3. Supermärkte - Neben den total diversen Produkten, gibt es auch importierte Waren aus Europa, die aber leider nicht bezahlbar sind. (Nutella - 12 USD/Jägermeister 75 USD) Darüber hinaus gibt es extra Leute die einem die Sachen einpacken, und einem zum Auto bringen und dann noch die Einkäufe in das Auto räumen!! So ein Luxus.
4. KFC - Ist komplett anders! Sie haben hier Menüs mit Reis und Suppen, und das wird sogar auf einem Plastikteller serviert. Kein Fastfood nach unserem Sinne.
5. Busse - Fahren komplett verrückt. Zunächst muss man mit der Hand signalisieren, wenn er anhalten soll. Wenn er voll ist oder der Busfahrer keine Lust hat zu halten, dann macht er es einfach nicht. Wenn er jedoch so gütig ist und anhält, fährt er schon los, obwohl man noch nicht mal komplett drin ist und ein weiterer Zusatz um sein Tempo kaum drosseln zu müssen (was beiläufig bestimmt nicht 50 km/h sind), öffnet er beim Aussteigen die Türen meistens noch beim Fahren. Sehr gewöhnungsbedürftig. 

Mein Arbeitsanfang wurde verschoben, auf morgen um genau zu sein. Die Genehmigung für das Gefängnis war wohl noch nicht eingetroffen, und aus diesem Grund gab es noch nichts zu tun. Ich habe deshalb mit der anderen Freiwilligen bisschen die Gegend um Cuenca erkundet. Ich war an einer Inka Ruine (Incapirga) und an den Nahegelegenen Wasserfällen in Girón. Ich habe euch die Fotos von der atemberaubenden Gegend mal beigefügt. Morgen Abend machen paar Frewillige und ich einen Einblick in einen Tanzkurs, wenn man schon hier ist, sollte man schon ein wenig tanzen lernen. Bis Bald.


Inka Ruinen

Im Sonnentempel - unfassbare Akustik zu dem gegenüber stehendem Partner

Links der Sonnentempel


Wasserfälle von Girón




Sonntag, 4. September 2016

Touris auf der Riesenschaukel

04.09.2016 16:56

Ich wohne jetzt seit einer knappen Woche bei meiner Gastfamilie, bei der ich mich wirklich sehr wohl fühle. Ich habe sehr herzliche Eltern, und zwei ältere Gastgeschwister mit denen ich mich sehr gut verstehe.

In dieser Woche die ich in Ecuador verbracht habe, habe ich paar Beobachtungen gemacht:

1. El tiempo es muy loco. - Jeden Tag sind alle 4 deutschen Jahreszeiten auf den Tag verteilt. Morgens Frühling, Mittags Sommer, Spätnachmittags und Abends Herbst, Nachts Winter. Obwohl es in einem Augenblick angenehm warm ist, heißt es noch lange nicht, dass es in den nächsten 10 Minuten nicht regnen wird. 
--> Also immer eine Regenjacke dabei zu haben, ist hier Pflicht.
2. Mücken - Hier gibt es sogenannte "Grasmücken", die einen zerstechen sobald man im Gras sitzt, vorallem morgens und abends sind sie sehr garstig. 
--> Also immer Mückenschutz dabei haben, ist hier auch Pflicht. 
3. Dunkelheit - Die "Nacht" beginnt hier schon um 7h abends, was zur Folge hat, dass viele Orte nach 19h sehr gefährlich sind, und zu Fuß nicht mehr betretbar sind.
--> Nach 19h immer ein Taxi nehmen, und nicht alleine auf der Straße rum laufen.
4. Obst und Gemüse - Sind sehr günstig hier, und schmecken tausend mal intensiver als in Deutschland. Alles ist immer frisch, aus diesem Grund schmecken die frischgepressten Säfte hier auch himmlisch, vor allem Avocadooooooos!
--> Bald werde ich ein Fructoseschock erleiden. Also aufpassen!
5. Waschmaschienen - Viele Familien besitzen keine Waschmaschienen, aus diesem Grund ist es noch üblich, dass die Familie zum nächstgelegenen Fluss watet um in dem ihre Kleidung zu säubern.
--> Beweisfoto
 

6. Meerschweinchen - Das Landesgericht "cuy" kann man an jeder Straßenecke erwerben. Etwas bizarr.

 
   
Diese Woche hatte ich noch frei und musste nicht arbeiten, aus diesem Grund habe ich sehr viel Zeit mit den anderen Freiwilligen aus Cuenca verbracht. Wir waren zum Beispiel in dem Film "Escuadrón Suicida" (Suicide Squad auf Englisch), wo wir natürlich nichts verstanden haben. Eigentlich wollten wir es auch auf Englisch schauen, aber ein übereifriger Gastbruder meinte: "So lernt ihr doch erst Spanisch, also vamonos!". Wir haben auch die Ortschaft "Turi", besucht, von wo man einen atemberaubenden Blick auf Cuenca hatte. 



 +



Paar  
deutsche 
Freiwillige
mit Gastgeschwistern  
in Turi,
getarnt als
Touris.







In Turi gibt es auch einen Parque de Aventuras, in den der Eintritt schlappe 1 USD kostet. Neben dem niedrigen Preis, hatte der Erlebnispark noch ganz viel anderes zu bieten. Zum Beispiel etliche Schaukeln, oder lange Rutschen, aber die Hauptattraktion war die Riesenschaukel mit Ausblick auf Cuenca. 

Das Gefühl "auf" Cuenca zu schaukeln war einfach unbeschreiblich.

  



Leider habe ich noch Probleme mit der spanischen Sprache, aber die Menschen sind hier sehr hilfsbereit und versuchen uns ganz viel beizubringen. Gestern Abend waren wir mit paar Freiwilligen auf eine Fiesta eingeladen, wo die einheimischen den "exotischen" Deutschen versucht haben, mehr oder weniger erfolgreich, Merengue beizubringen. 

++

Das war vorerst mal eine Zusammenfassung meiner letzten Woche, ab morgen werde ich dann anfangen in der Fundación Somos Familia zu arbeiten. Bis Bald.

Hier noch ein paar Fotos von der wunderschönen Gegend.