Ich wohne jetzt seit einer knappen Woche bei meiner Gastfamilie, bei der ich mich wirklich sehr wohl fühle. Ich habe sehr herzliche Eltern, und zwei ältere Gastgeschwister mit denen ich mich sehr gut verstehe.
In dieser Woche die ich in Ecuador verbracht habe, habe ich paar Beobachtungen gemacht:
1. El tiempo es muy loco. - Jeden Tag sind alle 4 deutschen Jahreszeiten auf den Tag verteilt. Morgens Frühling, Mittags Sommer, Spätnachmittags und Abends Herbst, Nachts Winter. Obwohl es in einem Augenblick angenehm warm ist, heißt es noch lange nicht, dass es in den nächsten 10 Minuten nicht regnen wird.
--> Also immer eine Regenjacke dabei zu haben, ist hier Pflicht.
2. Mücken - Hier gibt es sogenannte "Grasmücken", die einen zerstechen sobald man im Gras sitzt, vorallem morgens und abends sind sie sehr garstig.
--> Also immer Mückenschutz dabei haben, ist hier auch Pflicht.
3. Dunkelheit - Die "Nacht" beginnt hier schon um 7h abends, was zur Folge hat, dass viele Orte nach 19h sehr gefährlich sind, und zu Fuß nicht mehr betretbar sind.
--> Nach 19h immer ein Taxi nehmen, und nicht alleine auf der Straße rum laufen.
4. Obst und Gemüse - Sind sehr günstig hier, und schmecken tausend mal intensiver als in Deutschland. Alles ist immer frisch, aus diesem Grund schmecken die frischgepressten Säfte hier auch himmlisch, vor allem Avocadooooooos!
--> Bald werde ich ein Fructoseschock erleiden. Also aufpassen!
5. Waschmaschienen - Viele Familien besitzen keine Waschmaschienen, aus diesem Grund ist es noch üblich, dass die Familie zum nächstgelegenen Fluss watet um in dem ihre Kleidung zu säubern.
--> Beweisfoto
6. Meerschweinchen - Das Landesgericht "cuy" kann man an jeder Straßenecke erwerben. Etwas bizarr.
Diese Woche hatte ich noch frei und musste nicht arbeiten, aus diesem Grund habe ich sehr viel Zeit mit den anderen Freiwilligen aus Cuenca verbracht. Wir waren zum Beispiel in dem Film "Escuadrón Suicida" (Suicide Squad auf Englisch), wo wir natürlich nichts verstanden haben. Eigentlich wollten wir es auch auf Englisch schauen, aber ein übereifriger Gastbruder meinte: "So lernt ihr doch erst Spanisch, also vamonos!". Wir haben auch die Ortschaft "Turi", besucht, von wo man einen atemberaubenden Blick auf Cuenca hatte.
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Paar
deutsche
Freiwillige,
mit Gastgeschwistern
in Turi,
getarnt als
Touris.
In Turi gibt es auch einen Parque de Aventuras, in den der Eintritt schlappe 1 USD kostet. Neben dem niedrigen Preis, hatte der Erlebnispark noch ganz viel anderes zu bieten. Zum Beispiel etliche Schaukeln, oder lange Rutschen, aber die Hauptattraktion war die Riesenschaukel mit Ausblick auf Cuenca.
Das Gefühl "auf" Cuenca zu schaukeln war einfach unbeschreiblich.
Leider habe ich noch Probleme mit der spanischen Sprache, aber die Menschen sind hier sehr hilfsbereit und versuchen uns ganz viel beizubringen. Gestern Abend waren wir mit paar Freiwilligen auf eine Fiesta eingeladen, wo die einheimischen den "exotischen" Deutschen versucht haben, mehr oder weniger erfolgreich, Merengue beizubringen.
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Das war vorerst mal eine Zusammenfassung meiner letzten Woche, ab morgen werde ich dann anfangen in der Fundación Somos Familia zu arbeiten. Bis Bald.
Hier noch ein paar Fotos von der wunderschönen Gegend.




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