Letzte Woche bin ich in eine kleine Ortschaft, 1,5 Stunden von Cuenca entfernt, gefahren um einen Dialog an der dortigen Internationalen Schule über kulturelle Unterschiede zu halten. Es war wirklich sehr toll, sich mit den Schülern über meine Empfindungen über ihre Kultur auszutauschen, außerdem gefiel es mir ihnen über meine zu erzählen. Mir hat es unglaublich Spaß gemacht mich darüber zu unterhalten, und dadurch vergingen die 7 unterschiedlichen Unterrichtsstunden auch wie im Flug. Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich oder generell Ausländer in Ecuador auffallen. (Durch Größe, Statur, Augen oder Haarfarbe - ich gelte hier als Blond...unverständlich für mich...) Aber mir war nicht bewusst, wie sehr wir auf den Dörfern auffallen! Wir (zwei andere Freiwillige sind noch mit zum Dialog gekommen) wurden gemustert wie Tiere in einem Zoo; sie sind neben uns stehen geblieben um nochmal genau zu gucken, oder wir wurden gefragt ob wir Bereit sind mit ihnen Fotos zu machen - es war wirklich verrückt. Durch unsere Popularität wurden wir dann aber auch direkt eingeladen, bei der Schönheitskönigin der Stadt, um Cuy (Meerschweinchen - die typische Speise für die Gegend von Cuenca) zu essen. Das ist an sich ja auch schon verrückt, irgendwelche fremde einfach zu einem "kleinem" Mittagessen einzuladen - es waren dann 14 Personen die uns bei der Kostprobe zu geschaut haben; hat die Situation nicht unbedingt komfortabler gemacht...
Ich muss ehrlich sagen, dass ich von dieser Speise nicht wirklich begeistert bin. Also versteht mich nicht falsch, es sollte man probiert haben, aber ich persönlich fand es komisch so ein ganzes Tier mit den Krallen, Augen und Zähnen auf dem Teller liegen zu haben... Es schmeckt nicht schlecht, aber der Anblick hat mich schon ein bisschen abgestoßen... Googlet es einfach mal: CUY

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