Samstag, 29. April 2017

Eine Schicht Haut und einen Zahn haben wir liegen gelassen...

Wir haben erneuten Besuch aus Deutschland, der uns oder besser gesagt Theresa mit Süßigkeiten versorgt! (Ich habe nur 'ne Schoki mitgebracht bekommen, aber war ja noch genügend mit den Lieferungen meiner Mutter bedeckt.) Theresa hat am ersten Tag so viel deutsche Süßigkeiten gegessen, dass sie sich dadurch den Magen verdorben hat...

Die meiste Zeit war Theresa alleine mit Elle unterwegs, aber für eine Woche (in den Osterferien, mussten wir nämlich nicht arbeiten) bin ich mit ihnen mitgefahren. Unser erster Stopp war in Baños de Ambato. Ein berühmter Touriort, mit vielen Extremsportaktivitäten und heißen Vulkanquellen! (Weil es Theresa nicht so gut ging, sind wir zu zweit schon vorgefahren.) Am ersten Tag sind wir dann zu den heißen Vulkanquellen gefahren... Wirklich angenehm, vor allem in der Höhe, da es ja trotz der starken Sonne tagsüber doch schon recht kühl sein kann. 

Kurzer Einschnitt über zwei naive Touris namens Elena und Esther:
Beim Baden haben wir unsere Sachen zum aufbewahren abgegeben, und sind vielleicht etwas unachtsam mit dem Schlüssel umgegangen... Das heißt er wurde uns entwendet. Aber wir natürlich schön treudoof, denken dass der Wind es weggeweht hat und der Schlüssel in den nahegelegenen Fluss gefallen ist. (Ja, wir haben den Schlüssel einfach in das Handtuch gewickelt auf eine Bank gelegt...) Und was machen wir? Statt wie jeder normaler Mensch es machen würde, direkt zu der Frau zu gehen die auf die Sachen aufpasst, haben wir einfach genüsslich weiter gebadet! (Ich schüttle bei der Erzählung auch nur den Kopf...) Als wir dann unsere Sachen abholen wollten, hat uns die Frau erzählt, dass zwei junge Männer versucht hätten unsere Sachen abzuholen, aber dass sie ihnen gesagt hätte, dass das nicht ihr Eigentum wäre... Eigentlich haben wir es gar nicht verdient, so doof wie wir waren, aber mit Glück wurden unsere Sachen nicht geklaut!

 





Am Folgetag waren wir zusammen Raften, und das war soo unglaublich toll! Ich bin ja sowieso mega vernarrt auf alles was mit Wasser zu tun hat, aber wirklich ohne Spaß Raften hat mir so viel Spaß gemacht!!

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Wir drei im Regen auf dem Weg zu den Wasserfällen, und ja ich habe zugenommen...
Darauffolgend habe wir die berühmte Fahrradtour zum Pailón der Diablo gemacht. Der Wasserfall ist atemberaubend, man kann nämlich auch hinter ihn gehen und man wird einfach pitschnass dabei!! Aber es macht auch unglaublich Spaß! Hier paar Fotos von der Fahrradtour: 


Der Wasserfall wenn man unten stand


So nass sind wir geworden, nur beim runter gehen zum Wasserfall

Es ist einfach wirklich unglaublich wie viel Kraft so ein Wasserfall hat... 

Die Hängebrücke von dem man den Wasserfall beobachten konnte

Des Weiteren waren wir auf zwei Schaukeln. Beide sehr berühmt eine ist die Schaukel Casa del árbol (Baumhausschaukel) und die andere ist eine Schaukel mit einer Ausschwenkung von 50 Metern!! So ein unglaubliches Gefühl damit auf die Stadt zu schaukeln!!

Casa de Árbol



Am letzten Tag unserer Reise sind wir zu einem berühmten Vulkankrater namens Quilotoa gefahren. Der Ausblick und insgesamt dieser Ort ist atemberaubend:





Um zu dem See unten zu gelangen, mussten wir einen 20 minütigen Weg nach unten laufen.







Um wieder hoch zu gelangen, dauerte der gleiche Weg jedoch 1 Stunde... Und war unglaublich anstrengend auf 4000 Meter Höhe... Ich denke mein Gesicht sagt alles! ;) 

Natürlich haben wir den Quilotoa (trotz Kälte) nicht ohne Sonnenbrand überlebt, und Elena hat dabei noch einen Zahn verloren... 



Kurze Erklärung: Sie ist mit ihren Händen in der Tasche auf der Autobahn gestolpert... Sie ist wie ein Baumstamm umgefallen, eigentlich so gar nicht witzig - aber trotzdem war es ein zutiefst amüsanter Anblick!

Donnerstag, 20. April 2017

Niños con discapacidades y su influencia a mi persona

Bevor ich nach Ecuador kam, habe ich mich kaum mit dem Thema "Menschen mit besonderen Bedürfnissen" (umgangssprachlich Behinderte) auseinandergesetzt. Ich bin einfach, davon ausgegangen, dass diese Thematik mich nicht besonders interessiert. Aber meine Erfahrungen haben mir das Gegenteil gezeigt. Ich habe nämlich zwei Freundinnen bei ihren Einsatzstellen in Ecuador besucht:



Beide arbeiten mit behinderten Kindern zusammen. Eine arbeitet in einer privaten Integrativschule und gibt Deutsch und Englisch Unterricht. In ihrer Arbeitsstelle werden Sogenannte Regelkinder mit behinderten Kinder zusammen unterrichtet. Leider muss ich dabei erwähnen, dass das oft zum Leid der Regelkinder geschieht... Das Prinzip mit der Integration ist super, und es funktioniert auch einwandfrei - denn die Kinder gehen mit einander fürsorglich um und diskriminieren einander kaum. (Kinder sind fies, als ob es komplett ohne Mobben funktionieren würde...) Dennoch ist die Umsetzung sehr schwierig gestaltet, denn auf 15 Kinder (von denen mindestens 10 eine starke Behinderung haben) kommt genau eine Lehrerin. Aus diesem Grund besteht der Unterricht oft aus Disziplinarmaßnahmen und nicht wirklich aus Fortschritt in dem Fachgebiet... Dennoch hat es mich fasziniert, was für eine Auswirkung die frühkindliche Erziehung auf den zwischenmenschlichen Umgang zwischen Regel- und nicht Regelkindern hat.



Die zweite Aufnahmestelle in die ich reingeschnuppert habe ist einfach phänomenal! Es ist eine staatlich geförderte Schule, die nur für Kinder mit Behinderungen gemacht ist. Meine Freundin gibt in den unterschiedlichen Klassen, die je nach stärke und Art der Behinderung eingeteilt worden sind, Haushaltsunterricht. Das heißt, sie übt mit den Kindern Schuhe binden, Socken an und ausziehen, Klamotten falten, Brot schneiden und mit Marmelade bestreichen, und so weiter und sofort. Ihre Arbeit ist so unglaublich sinnvoll und schön. Während des Tages, in dem ich sie begleitet habe, hatte ich so viel Spaß! Denn die Kinder sind einfach so unglaublich Herzensgut; haben sich auch direkt an mich geklammert, denn ich war ja neu und somit auch super interessant! 



Zusammengefasst, haben mir diese zwei Erfahrungen offenbart, dass diese Kinder so unglaublich gute Menschen sind. Meine Gedanken gingen sogar soweit, dass ich überlegt habe Sonderpädagogik zu studieren, was ich dann aber schnell verworfen habe, denn Lehrersein ist nun wirklich nichts für mich! Trotzdem habe ich lernen können, dass ich nicht von etwas ausgehen kann (in dem Fall, dass ich keinen Bezug zu Menschen mit besonderen Bedürfnissen habe), ohne es wirklich erforscht zu haben, ob das wirklich stimmt! Mein Gedankengut hat sich aufgrund "nur" diesen zwei Erfahrungen so grundlegend geändert, und das hatte zur Ursache, dass ich viele Gedanken meinerseits hinterfragt und verändert habe.

Freitag, 7. April 2017

Zwei berühmte Inseln

Während meine Mutter hier war, hatte ich das Glück einer der tollsten Erfahrungen meines Lebens mit ihr teilen zu können - nämlich die Galapagosinseln. Fotos über die Reise findet ihr am Ende des Berichtes. ;)

Wir warteten. Und warteten. Am Flughafen von Guayaquil. Denn unser Flug wurde um 6 Stunden nach hinten verschoben. Also warteten wir nun. Wir hatten ja keine andere Wahl.

Die Sonne blendete als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind und uns in die Schlange der Touristen eingereiht haben. Denn wenn man einreisen möchte, müssen erst mal Reisesteuern bezahlt werden, und außerdem wird jeder Tourist ganz ausführlich durchsucht, damit auf keinen Fall Fremdstoffe auf die Insel eingeführt werden. Auch die Koffer werden explizit analysiert, in dem ein Spürhund auf ihnen herumspaziert und schnüffelt! Ein sehr amüsanter Anblick, vor allem als der Koffer meiner Mutter herausgenommen wurde... Dann mussten wir erstmal zur Zweitinspektion, und der Grund waren Mamas Schuhe mit denen wir den Tag vor der Reise in dem nahegelegenem Nationalpark "El Cajas" (guckt es euch mal in Google an, so ein atemberaubender Park!) waren und dessen Schlamm immernoch an den Sohlen der Schuhe waren... Die wir dann mit einer Mahnung, sie unverzüglich in unserem Hostal zu säubern, doch mit nehmen durften... Nach einer kurzen Bootsfahrt und zwei Busfahrten waren wir dann in dem Städchen Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz. Und unsere Reise sollte am nächsten Morgen um 6h schon weiter gehen, nämlich auf die Insel Isabela.

Morgens aufstehen, total kaputt und erschöpft und dann am Steg merken, dass man die Stunde Zeitverschiebung nicht beachtet hat, und somit eine Stunde früher wie erforderlich am Boot wartet, ist nicht grade der schönste Morgen den ich mir vorstelle... Egal besser zu früh, als zu spät oder? Auf der Insel Isabela wurden wir dann in Empfang genommen, von den Eltern einer Basketballfreundin die ursprünglich von den Inseln stammt, aber jetzt in Cuenca studiert! So was von unglaublich nette Menschen, die uns so viel auf dieser Insel ermöglicht haben - vor allem uns gezeigt haben wie das Leben auf der Insel wirklich ist, und nicht nur die schöne Traumwelt der Touristen existiert! 

Neben den unglaublich schönen Attraktionen habe ich das erste mal im offenen Meer geschnorchelt, und meine Mutter auch. Die wie man anmerken muss, eine leichte "Wasserphobie" hat und diese sogar teilst während unserer Reise überwinden konnte!! 

Die Familie hat mir persönlich so unglaublich viel mitgegeben, für mich persönlich und auch für mein Leben. Vor allem den Gedanken, dass oft im Leben nicht alles so ist, wie es scheint. Vor allem bezogen auf die Galapagosinseln, denn die Einheimischen haben wirklich ein schweres Leben - da durch die Touristen die Preise für jegliche Lebensmittel unglaublich hoch ist. Zwar verdienen die Menschen durch den Tourismus auch unglaublich viel dazu, dennoch ist das Überleben wirklich schwierig. Zum Beispiel mein Gastvater der als Fischer arbeitet und deshalb von der Regierung an manchem Stellen verboten bekommt zu fischen, jedoch an anderen Stellen eine Erlaubnis erhält, wo jedoch keine Fische zu finden sind... Und das ist nur ein kleines Beispiel, wie die Regierung die Flora und Fauna schützen mag, was auf der einen Seite wirklich unglaublich wichtig ist, da der Mensch schon so viel auf diesen wunderschönen Inseln zerstört hat - dennoch dürfte das nicht auf die Kosten der einheimischen Geschehen, die teilweise am Existenzminimum leben und sich mit 4 Jobs kaum über Wasser halten können... Die Familie meiner Freundin hat mir noch so viel mehr Geschichten erzählt, Zustände die Touristen gar nicht sehen, denn Galapagos ist ja das Paradies auf Erden und zu ihrem Vergnügen da...

Aber denkt nicht, dass es nicht wunderschön war und einer der atemberaubendsten Erlebnisse meines Lebens. Dennoch hat mich meine Reise etwas gelehrt - dass die meistens schönen Dinge im Leben eine Kehrseite haben.

Hier noch ein paar Fotos und Berichte für euch:

Am ersten Tag auf der Insel Isabela, haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und waren in den Humedales und bei der Muro de las Lagrimas, was so viel heißt wie Wand der Tränen. Bei der Errichtung dieser Wand sind unglaublich viele Menschen ums Lebens gekommen, die als Gefangene vom Festland auf die Insel transportiert wurden um sich selbst ein Gefängnis zu erbauen. 




Außerdem waren wir noch in der Concha de Perla, wo man mit ganz vielen kleinen Fischen tauchen konnte. 

Am Tag darauf waren wir bei Los tùneles und sind mit Schildkröten, Haien, Rochen und Fischen zusammen geschnorchelt. Auch mit Seehunden, die einen wirklich spielerisch umkreist haben!


Mamas erste Versuche beim schnorcheln



An dem nächsten Tag war ich in einer Felssprung tauchen, und noch an einem der berühmststen Strände der Galapagosinseln: Tortuga Bay.

  Und a Folgetag mussten wir dann schon wieder nach Guayaguil, da der Rückflug von Mama ja Anstand... Davor haben wir uns jedoch noch die Innenstadt Guayaquils angeschaut, die erstaunlicherweise, zum Trotz aller Vorurteile, ganz schön war! Falls ihr nochmal eine andere Perspektive auf die Reise haben möchtet, wendet euch an meine Mutter - die hin und weg war von den abertausenden Eindrücken die sie während ihres Südamerikatrips erhalten hat!