Wir warteten. Und warteten. Am Flughafen von Guayaquil. Denn unser Flug wurde um 6 Stunden nach hinten verschoben. Also warteten wir nun. Wir hatten ja keine andere Wahl.
Die Sonne blendete als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind und uns in die Schlange der Touristen eingereiht haben. Denn wenn man einreisen möchte, müssen erst mal Reisesteuern bezahlt werden, und außerdem wird jeder Tourist ganz ausführlich durchsucht, damit auf keinen Fall Fremdstoffe auf die Insel eingeführt werden. Auch die Koffer werden explizit analysiert, in dem ein Spürhund auf ihnen herumspaziert und schnüffelt! Ein sehr amüsanter Anblick, vor allem als der Koffer meiner Mutter herausgenommen wurde... Dann mussten wir erstmal zur Zweitinspektion, und der Grund waren Mamas Schuhe mit denen wir den Tag vor der Reise in dem nahegelegenem Nationalpark "El Cajas" (guckt es euch mal in Google an, so ein atemberaubender Park!) waren und dessen Schlamm immernoch an den Sohlen der Schuhe waren... Die wir dann mit einer Mahnung, sie unverzüglich in unserem Hostal zu säubern, doch mit nehmen durften... Nach einer kurzen Bootsfahrt und zwei Busfahrten waren wir dann in dem Städchen Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz. Und unsere Reise sollte am nächsten Morgen um 6h schon weiter gehen, nämlich auf die Insel Isabela.
Morgens aufstehen, total kaputt und erschöpft und dann am Steg merken, dass man die Stunde Zeitverschiebung nicht beachtet hat, und somit eine Stunde früher wie erforderlich am Boot wartet, ist nicht grade der schönste Morgen den ich mir vorstelle... Egal besser zu früh, als zu spät oder? Auf der Insel Isabela wurden wir dann in Empfang genommen, von den Eltern einer Basketballfreundin die ursprünglich von den Inseln stammt, aber jetzt in Cuenca studiert! So was von unglaublich nette Menschen, die uns so viel auf dieser Insel ermöglicht haben - vor allem uns gezeigt haben wie das Leben auf der Insel wirklich ist, und nicht nur die schöne Traumwelt der Touristen existiert!
Neben den unglaublich schönen Attraktionen habe ich das erste mal im offenen Meer geschnorchelt, und meine Mutter auch. Die wie man anmerken muss, eine leichte "Wasserphobie" hat und diese sogar teilst während unserer Reise überwinden konnte!!
Die Familie hat mir persönlich so unglaublich viel mitgegeben, für mich persönlich und auch für mein Leben. Vor allem den Gedanken, dass oft im Leben nicht alles so ist, wie es scheint. Vor allem bezogen auf die Galapagosinseln, denn die Einheimischen haben wirklich ein schweres Leben - da durch die Touristen die Preise für jegliche Lebensmittel unglaublich hoch ist. Zwar verdienen die Menschen durch den Tourismus auch unglaublich viel dazu, dennoch ist das Überleben wirklich schwierig. Zum Beispiel mein Gastvater der als Fischer arbeitet und deshalb von der Regierung an manchem Stellen verboten bekommt zu fischen, jedoch an anderen Stellen eine Erlaubnis erhält, wo jedoch keine Fische zu finden sind... Und das ist nur ein kleines Beispiel, wie die Regierung die Flora und Fauna schützen mag, was auf der einen Seite wirklich unglaublich wichtig ist, da der Mensch schon so viel auf diesen wunderschönen Inseln zerstört hat - dennoch dürfte das nicht auf die Kosten der einheimischen Geschehen, die teilweise am Existenzminimum leben und sich mit 4 Jobs kaum über Wasser halten können... Die Familie meiner Freundin hat mir noch so viel mehr Geschichten erzählt, Zustände die Touristen gar nicht sehen, denn Galapagos ist ja das Paradies auf Erden und zu ihrem Vergnügen da...
Aber denkt nicht, dass es nicht wunderschön war und einer der atemberaubendsten Erlebnisse meines Lebens. Dennoch hat mich meine Reise etwas gelehrt - dass die meistens schönen Dinge im Leben eine Kehrseite haben.
Hier noch ein paar Fotos und Berichte für euch:
Am ersten Tag auf der Insel Isabela, haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und waren in den Humedales und bei der Muro de las Lagrimas, was so viel heißt wie Wand der Tränen. Bei der Errichtung dieser Wand sind unglaublich viele Menschen ums Lebens gekommen, die als Gefangene vom Festland auf die Insel transportiert wurden um sich selbst ein Gefängnis zu erbauen.
Außerdem waren wir noch in der Concha de Perla, wo man mit ganz vielen kleinen Fischen tauchen konnte.
Am Tag darauf waren wir bei Los tùneles und sind mit Schildkröten, Haien, Rochen und Fischen zusammen geschnorchelt. Auch mit Seehunden, die einen wirklich spielerisch umkreist haben!
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| Mamas erste Versuche beim schnorcheln |
An dem nächsten Tag war ich in einer Felssprung tauchen, und noch an einem der berühmststen Strände der Galapagosinseln: Tortuga Bay.
Und a Folgetag mussten wir dann schon wieder nach Guayaguil, da der Rückflug von Mama ja Anstand... Davor haben wir uns jedoch noch die Innenstadt Guayaquils angeschaut, die erstaunlicherweise, zum Trotz aller Vorurteile, ganz schön war! Falls ihr nochmal eine andere Perspektive auf die Reise haben möchtet, wendet euch an meine Mutter - die hin und weg war von den abertausenden Eindrücken die sie während ihres Südamerikatrips erhalten hat!







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